(e) Portfolio

Erster Text!

Ein schönes (Rest-) Wochendende liebe Leser,

und damit "hallo" zu meiner ersten Reflexion, Zusammenfassung o.ä. in meinem Portfolio!

Die Texte, alle nur kurze Abschnitte, stammen aus dem "Das Handbuch für Portfolioarbeit" von Brunner, Ilse / Häcker, Thomas / Winter, Felix (2006). Seelze-Velber: Kallmeyer.

Der erste Abschnitt heisst "Begabt, doch für die Schule viel zu dumm" und ist von Ilse Brunner. In diesem Text schildert sie kurz die Leidensgeschichte ihrer Tochter innerhalb der Schule und plädiert in diesem Zusammenhang für Portfolios. Die für mich wichtigen Aussagen in diesem Zusammenhang waren:

  1. Portfolios dokumentieren den persönlichen Werdegang eines jeden Kindes, spiegelt Interessen und Bedürfnisse wieder, aber auch Begeisterung und Anstrengung.
  2. Es ist wichtig über das Menschenbild nachzudenken, was hinter dem Portfoliogedanken steckt und zur Verwirklichung der Portfolios beitragen soll.
  3. Kinder lernen in der Schule ihre Talente zu missachten, weil sie scheinbar irrelevant sind. Dabei sollten aus diesen Talenten die kognitiven Stärken der Schüler erkannt und genutzt werden.
  4. Portfolios sind oft unpersönlich, weil Distanz und Misstrauen zwischen Schülern und Lehrern herrscht. Schüler sind erst dann bereit ihr Bestes zu geben, wenn sie Vertrauen und Liebe spüren und wenn sich eine Lehrkraft für sie als Person interessiert.
  5. Wenige Lehrer sind bereit ein eigenes Portfolio zu führen, weil sie ihre Unwissenheit nicht zeigen wollen und nicht mit den Schülern zusammen lernen wollen.
  6. "Portfolioarbeit ist ... nur dann sinnvoll, wenn sie eine Haltung und eine Philosophie reflektieren, in der es als Aufgabe der Lehrerin oder der Lehreres gesehen wird, junge Menschen bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit und der Verwirklichung ihres einzigartigen Potenzials zu begleiten und zu unterstützen."

Der Text erweckt in mir ein schlechtes Bild von Schule und eine Art heilsbringendes Bild vom Portfolio. Zum einen kann ich eigene schlechte Erfahrungen zum Thema Schule beisteuern und mich natürlich mit der Vorstellung von glücklichen und individuell perfekt geförderten Kindern anfreunden. Aber da schleicht sich bei mir auch die Frage ein, ob das auch umsetzbar ist. Zwar gibt die Autorin an, das es nicht immer funktioniert, vor allem, wenn nicht die richtige Einstellung da ist, was aber mit ihren Seminaren wieder ins rechte Licht gerückt werden kann. Wenn ich mir aber vorstelle, das eine Klasse von 28 Schülern jeder ein Portfolio führt, was auch angemessen begleitet wird und jeder nun entsprechend mit den dort auftauchenden Talenten und Bedürfnissen betreut werden will, stellt sich bei mir endgültig Skepsis ein. Auch kann ich mir nicht vorstellen, das all diejenigen, die im Moment für die Schule zu dumm sind, mit Hilfe eines Portfolios nun prima klar kommen. Als abschließende Bemerkung zu diesem Artikel will ich sagen, dass er zwar neugierig macht und einen positiv stimmt gegenüber dieser Arbeitsweise, sich bei mir aber Zweifel über die Umsetzung breit machen.

So jetzt hatte ich die beiden anderen Texte gelesen, zusammengefasst und war fast fertig, da hab ich irgendeine Taste oder so gedrückt, dass alles wieder weg war....so eine sch*****!  Also ich vermerke die ersten Probleme und die erste GROSSE Frustration bei meinem Portfolio. Ich habe jetzt auch überhaupt keine Lust, das alles noch mal zu schreiben.... Na toll, mit mein Portfolio soll ich nach Häcker was in der Hand haben, und was ist ... alles gelöscht...

Bevor ich mich jetzt in weitere Schimpftyraden hineinsteigere, höre ich jetzt auf und beende diesen Eintrag ohne die beiden anderen Texte schriftlich zu bearbeiten. Vielleicht packt es mich ja noch mal, und ich schreib es noch mal, aber jetzt definitiv nicht.

Bis zum nächsten Mal,

mfg ~Ulli~

6.5.07 13:19

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen